Taxi 9011 stellt Krankenbeförderung ein !

Wir haben uns jetzt nach eigenen langwierigen, aber absolut nutzlosen Verhandlungen mit dem zuständigen Sozialversicherungsträger dazu entschlossen, Ende November 2008 unseren Krankenbeförderungs-Service einzustellen.

Keine leichte Entscheidung, aber die Abwärtsspirale ist deutlich sichtbar: Seit 1994 der gleiche Vergütungstarif, ohne Index-Anpassung. Gleichzeitig ein Anstieg des Verkehrskostenindex um 12% allein zwischen 2001 und 2007. Eine Umschichtung der Ortspauschale und Verringerung des Kilometergeldes wurden im Juli 2007 von den Sozialersicherungsträgern vorgenommen.

In Summe eine deutlich geringere Vergütung bei gleichzeitig gestiegenen Kosten für Treibstoff, Personal, Betriebskosten und einem extremem administrativen Aufwand, der durch die Abrechnung in Papierform sowie die EDV- mäßige Erfassung und Übermittlung der Daten an die Krankenkassen bedingt ist. Gleichzeitig eine sowieso um 30% geringere Vergütung gegenüber Normalfahrten und Wartezeiten auf das Geld zwischen 6 und 12 Wochen…das ist nicht mehr tragbar. Da im Taxigewerbe bereits ca. 60% vom Umsatz für Lohnkosten aufgewendet werden müssen!

So stellen wir lieber jetzt unseren sehr hochwertigen Krankenbeförderungs-Service ein, bevor wir bald auf Sparflamme kochen müssen.

Damit bricht für uns ein großer Teil unseres gesamten Fahrtaufkommens weg und wir müssen uns in Folge von 4 langjährigen und geschätzten Tag-FahrerInnen trennen, um wirtschaftlich überleben zu können. Über diese Tatsache sind wir wirklich sehr unglücklich!

Fast ironisch, dass die Rettung allein im Jahr 2007 ca. 6000 für sie zu teure Fahrten an die Taxiunternehmen in Vorarlberg abgegeben hat, obwohl sie gemeinnützig organisiert ist und Fördermittel bekommt. Auch der ÖAMTC wird 2010 seine Rettungsflugeinsätze beenden (Nachfolge noch ungeklärt!).

Bei möglicherweise verbesserten Rahmenbedingungen wären wir und sicher auch andere vorarlberger Taxiunternehmen jederzeit wieder bereit die Krankenbeförderungen aufzunehmen.